Umsetzung der Transparenzrichtlinie lässt weiter auf sich warten
In Österreich verdienen Frauen für gleiche oder gleichwertige Arbeit immer noch weniger als Männer. Die Einkommensunterschiede betragen dieses Jahr immer noch 11,6 % – das ist, als würden Frauen 42 pro Jahr unbezahlt arbeiten, würden sie das gleiche stündliche Entgelt wie ihre männliche Kollegen beziehen. Der Gender Pay Day fällt 2026 damit auf den 11. Februar.
Um gegen diese Ungerechtigkeit vorzugehen hat die EU hat deshalb eine Richtlinie für mehr Lohntransparenz beschlossen. Jetzt ist auch Österreich gefordert, diese Vorgaben rasch und wirksam in nationale Gesetze umzusetzen. Darüber wird derzeit verhandelt – und dabei zeigen sich unterschiedliche Interessen: Die Gegner:innen der Gleichberechtigung warnen wieder einmal vor zu viel Bürokratie, wollen die Umsetzung aufschieben und es den Unternehmern überlassen, ob sie Maßnahmen für Lohngerechtigkeit setzen – oder eben nicht.
Der ÖGB möchte das aber nicht zulassen und hat eine Unterschriftenaktion mit den folgenden Forderungen gestartet:
- rasche Umsetzung der EU-Richtlinie ohne Schlupflöcher
- Schluss mit diskriminierenden Gehaltsgeheimnissen
- mehr Transparenz, damit gleiche Arbeit endlich gleich bezahlt wird
Bitte unterschreibe auch die die Petition!